Kaskoschaden

Kaskogutachten / Kaskoschaden

Ein Kaskogutachten wird erstellt, wenn ein Teil- oder Vollkaskoschaden vorliegt, der von der eigenen Versicherung reguliert werden muss. Wenn der Halter eines Fahrzeugs den Schaden selbst verursacht hat oder kein Unfallgegner ermittelt werden kann, liegt ein Teil- oder Vollkaskoschaden vor. Letzteres ist denkbar, weil der Schuldige Fahrerflucht begangen hat oder der Schaden aufgrund eines Einbruchs in das Fahrzeug sowie Vandalismus verursacht wurde. Auch Wildschäden zählen zu den Kaskoschäden, bei denen die eigene Versicherung einspringt. Darüber hinaus gehören Elementarschäden wie Brand-, Blitz-, Sturm- und Hagelschäden sowie Glasschäden zu dieser Kategorie.

Kaskoschäden sind insoweit besonders zu bewerten, weil der Fahrzeughalter anders als bei einem Haftpflichtschaden keinen Anspruch darauf hat, ein Wertgutachten von einem Sachverständigen, den er selbst auswählt, erstellen zu lassen. Weil die eigene Versicherung den Schaden reguliert, ist sie weisungsberechtigt. Daher sollte man vor Beauftragung des Gutachters die eigene Versicherung kontaktieren und das Vorhaben absprechen, damit man die Kosten des Gutachtens nicht selbst tragen muss. Es ist jedoch möglich, der Versicherung einen Vorschlag darüber zu unterbreiten, welcher Gutachter mit dem Kaskogutachten beauftragt werden soll.

Dieses Recht steht Ihnen im Haftpflichtschadenfall zu:

M. Reinert

Freier & unabhängiger Kfz-Sachverständiger, Regionale Gutachter Zentrale

Warum ein Kostenvoranschlag bei der Schadenabwicklung nicht immer ausreicht!

Ab wann ist ein Gegengutachten hilfreich?

Bei einem Kaskoschaden wird die Versicherung im Regelfall ausschließlich Reparaturkosten ersetzen. In den meisten Fällen wird weder ein Ersatzwagen noch ein Nutzungsausfall oder die Wertminderung bezahlt. Lehnt die Versicherung den vorgeschlagenen Kfz-Gutachter ab, wird sie ihrerseits ein Gutachten in Auftrag geben. Hat der Versicherte Zweifel daran, dass dieses Wertgutachten den Schaden in vollem Umfang bestätigt, kann er selbst ein Gegengutachten erstellen lassen. Der Gutachter wird eine detaillierte Aufstellung aller Schäden anfertigen und diese lückenlos dokumentieren. Kommt es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Versicherung, erhöht das Kaskogutachten die Chance, berechtigte Ansprüche durchzusetzen.

Es ist nicht selten der Fall, dass die von der Versicherung beauftragten Gutachter den Schaden viel niedriger ausweisen, als sachlich geboten wäre. Schlimmstenfalls folgt beim Begleichen der Rechnung der Schock, dass die Versicherung sich weigert, diese in vollem Umfang zu übernehmen. Hat das Gutachten den Schaden zu niedrig ausgewiesen, wird die Kfz-Werkstatt mitunter eine zu hohe Rechnung ausstellen. Jetzt ist das Gegengutachten hilfreich, mit dem man die Rechtmäßigkeit der Rechnung beweisen und seine Ansprüche durchsetzen kann.

In welchem Fall es sich lohnt, bei einem Kaskoschaden ein Gutachten erstellen zu lassen

Bei einem Kaskoschaden hängt es somit von der Höhe des Schadens ab, ob es sich lohnt, auf eigene Kosten ein Gutachten erstellen zu lassen. Handelt es sich dabei um einen umfangreichen Schaden nach einem Wildunfall, dessen Regulierung mehrere tausend Euro kosten wird, ist es sinnvoll, von vornherein ein eigenes Gutachten erstellen zu lassen. Nach einem Marderbiss, dessen Folgen weitaus günstiger beseitigt werden können, ist das Risiko geringer, dass es im Hinblick auf die Schadenshöhe zu Konflikten mit der Versicherung kommt. Völlig unproblematisch läuft die Regulierung ab, wenn die Versicherung den vom Fahrzeughalter vorgeschlagenen Gutachter akzeptiert und die Kosten des Gutachtens anstandslos übernimmt.

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